Published by admin on 02 Mai 2008
Betreuung der Familie W.
Der kleine J. hat seit seiner zu frühen Geburt viel Erfahrung auf Intensivstationen, wo er fast seine gesamte bisherige Lebenszeit verbracht hat. Seine Familie wünscht sich nichts sehnlicher, als J. nach Hause zu holen, gerade auch, weil klar ist, dass J. schwer beeinträchtig ist. Aber immer neue Notfallsituationen, immer neue Operationen verhindern die Entlassung nach Hause.
Die ältere Schwester im Kindergartenalter erlebt die emotionale Achterbahnfahrt der Eltern mit, ohne ihren kleinen Bruder wirklich erleben zu dürfen. Die Familie wird von vielen Freunden und den Großeltern unterstützt, die ihnen treu zur Seite stehen.
Durch viele Gespräche am Krankenbett erfassen die Eltern die medizinische Situation, ohne den Menschen hinter den medizinischen Diagnosen zu übersehen. Es finden Konsilien, viele Telefonate und Aufklärungsgespräche statt. Zusammen werden Lösungen gesucht, die der gesamten Familie gerecht werden.
Zukünftig wollen die Eltern J. zu Hause betreuen. Die Ehrenamtlichen des Mobilen KinderHospizTeams unterstützen die Familie im Haushalt und holen das Mädchen vom Kindergarten ab, damit die Familie mehr Zeit miteinander verbringen kann. Außerdem erledigen sie für die Familie, vor allem für den freiberuflich tätigen Vater, Botengänge, Amtswege. Das erleichtert dem Vater den Alltag und ermöglicht ihm, Zeit mit der Familie zu verbringen.